Gartenprojekte

und Gartenspaß

Einfach ein paar Gedanken zu unserem Garten festhalten und mit euch teilen.

Gartenhaus selbst bauen – Die Bodenplatte

12. März, 2019 | mario

Vorweg: Das Rad habe ich nicht erfunden, dieses Gartenhaus auch nicht. Lange habe ich überlegt wie ich denn nun mit dem Häuschen beginne und dementsprechend auch im Internet nach Informationen/Inspirationen gesucht.


Die Bodenplatte für das Gartenhaus aus Holz und mit Wärmedämmung.
Ein Gartenhaus aus Holz mit OSB-Verlegeplatten selbst bauen. Mit Bodenplatte aus Holz und Wärmedämmung.

Fündig geworden bin ich dann schließlich hier, das Gartenhaus gefällt mir so wie es dort erstellt wird sehr gut. Nur für meine/unsere Zwecke ist es eben nicht ganz so geeignet. Da ist zum einen die Terrasse, die zählt zur Brutto-Grundfläche von 10 m². Also muss die schon einmal weg, schade (wie immer gilt auch hier, das ist meine Auffassung der Bauordnung, ob das am Ende alles so hinhaut vermag ich nicht zu sagen). Nachgerechnet hab ich das aber nicht, einfach pauschal gesagt das wird zu groß :).

Als nächstes wird es kein Pultdach, sondern ein ordinäres Satteldach. Der Grund ist ein ganz einfacher, wie bereits hier erwähnt haben wir keinen Strom im Garten und da wir dort auch nicht wohnen werden wir uns nicht auch noch die Grundgebühr ans Bein binden.

Strom im Gartenhaus

So muss die Sonne den benötigten Strom liefern. Strom für was? Das übliche halt, Handy, Tablet, Teleskop und eventuell eine 12V Kaffeemaschine. Wobei es ein Wasserkocher auch tun würde, das sehen wir aber dann. Natürlich soll auch ein bisschen Licht in das Gartenhaus. Für all das reicht eine kleine Solar-Inselanlage vollkommen aus.
Am Rande: Wir haben sogar einen Strommast auf dem Grundstück, dieser wurde damals noch zu DDR-Zeiten einfach dahingestellt. Nun steht er da und modert vor sich hin, der Specht erledigt dann das übrige. Nur gut das der Versorger Bescheid weiß. Allerdings wird er ihn nur beseitigen, wenn wir eine Baugenehmigung vorlegen können. Können wir aber nicht, dann müssen wir halt abwarten bzw. uns am Specht erfreuen :).
Den Elektrifizierung Prozess beschreibe ich später, wenn es soweit ist, wir kratzen ja gerade erstmal am Boden herum.

Gartenhaus - Fundament - Punktfundament
Die Löcher für das Punktfundament – auch zu sehen, der lästige Strommast.

Die Bodenplatte für das Gartenhaus

Ich beginne (mit ich) der Bodenplatte. Wer hätte das Gedacht. Die Bodenplatte wird komplett aus Holz gefertigt wie auf dem Bild erkennbar sein sollte. Außer die Pfostenanker und das Dämmmaterial natürlich. Die Bodenplatte wird auf dem Rasen zusammengebaut! Das ist wichtig um alles Rechtwinkelig zusammen zu bekommen. Wer geübt ist mit so etwas, kann natürlich direkt die Pfostenanker einbetonieren und darauf aufbauen. Das werde ich definitiv nicht machen.

Also, das ganze Konstrukt mit Winkeln und Brettern auf dem Erdboden zusammenbauen, auf dem Kopf! Warum? Damit auch gleich die Pfostenanker angebracht werden können. Bzw. werde ich eine kleine Unterkonstruktion aus Holz und Steinen bauen (was halt so im Garten herum liegt), damit wir es dann gemeinsam einfach nur seitwärts tragen müssen. Wenn das klappt brauch das Konstrukt natürlich nicht auf dem Kopf montiert werden. Das werde ich dann sehen. Am Ende soll alles in einem Rutsch einbetoniert werden können. Natürlich auch in Waage, zumindest so halbwegs. Liest sich vielleicht etwas unkonventionell, aber dürfte sich bezahlt machen.

Punktfundament für das Gartenhaus

Als Fundament dient ein Punktfundament, dieses sollte die Last eigentlich ausreichend im Boden verteilen, auch die Schneelast welche ja nicht mehr so extrem ist wie früher. Des Weiteren kann ich das Gartenhaus so „schwebend“ aufbauen. Wegen Feuchtigkeit und seit letztem Jahr auch wegen Hochwasser. Damit hätte auf dem Berg wirklich keiner gerechnet, im Leben nicht, und doch ist es passiert. Die Löcher für das Fundament auszuheben war ein Klacks, dank Tauwetter im Februar war der Boden so weich das wir alle neun Löcher in nicht einmal zwei Tagen fertig hatten.

Die einzelnen „Säulen“ sind dabei mindestens 90 cm tief im Erdreich versenkt. Eine Splitt/Kies Schicht am Boden der Löcher sorgt dafür das sich kein Wasser an der Stelle staut, hoffe ich zumindest. In die Löcher kommen KG-Rohre die am Boden außen und innen komplett mit Beton ausgefüllt werden. Die KG-Rohre haben einen Durchmesser von 20 cm und eine Länge von 100 cm. In den Beton kommen dann auch die Pfostenanker. Deshalb will ich alles auf einmal machen und muss dementsprechend noch warten bis es nachts nicht mehr so kalt wird. Unter 5° Celsius soll man ja weder Mauern, noch Betonieren. Hoffentlich ist der Winter dann bald einmal vorbei damit ich/wir loslegen können. Dann gibt es auch richtige Fotos, im Moment erstell ich die Bilder mit Blender. Ist auch nicht ganz verkehrt, so kann ich mir ein besseres Bild über das nötige Material machen.

Ein Gartenhaus aus Holz mit OSB-Platten selbst bauen. Mit Bodenplatte aus Holz und Wärmedämmung.
Ein Gartenhaus aus Holz mit OSB-Platten selbst bauen. Mit Bodenplatte aus Holz und Wärmedämmung.

Ist alles schön ausgehärtet (spätestens nach 28 Tagen!) kann dann mit der Bodenplatte weitergemacht werden. In der Zwichenzeit, nachdem eine Grundfestigkeit erreicht ist, werde ich schon einmal die Löcher wieder mit Erde auffüllen. Da noch nicht viel Last auf die Bodenplatte kommt muss man nicht einen knappen Monat warten, drei bis fünf Tage sollten ausreichen um weiter arbeiten zu können. Natürlich nur bei entsprechenden Temperaturen (10 bis 12 Grad sollten schon sein). Eine schöne Übersicht über die verschiedenen Fundamentarten und Anwendungszwecke gibt es zum Beispiel hier.

Der Aufbau auf dem Punktfundament

An der Stelle lohnt sich schon alles vorher zusammengebaut zu haben. Denn es geht weiter mit Leisten die am Leimholz befestigt werden um die OSB-Verlegeplatten zu tragen (diese sind nicht auf der Illustration zu sehen). Die OSB-Platten werde ich zusätzlich noch mit Silikon abdichten, des weiteren suche ich noch eine Versieglung dafür. Die Versiegelung ist einfach ein extra Schutz gegen die Aufsteigende Feuchtigkeit. Die Kanten der OSB-Platten sind da denk ich am Anfälligsten für.

Auf die Platten kommt dann auch schon die Dämmung (Hartschaum XPS Platten). Hartschaum XPS Platten (diese zum Beispiel) sind nicht nur Verrottungsbeständig, sondern nehmen auch fast kein Wasser auf, laut Beschreibung. Die Hartschaumplatten sind für die Dämmung, also gegen die Kälte von unten, damit man sich auch im Herbst mal im Gartenhaus aufhalten kann. Oben drauf kommt dann eigentlich nur noch eine Dampfsperre und die Dielenbretter. Da bin ich mir noch nicht ganz sicher welche ich nehme, diese bilden ja dann auch gleichzeitig den Fußboden des Gartenhauses.

Gartenhaus aus Holz mit OSB Platten - Bodenplatte aus Holz - Aufbau der Bodenplatte
Gartenhaus aus Holz mit OSB Platten – Bodenplatte aus Holz – Schichten

Auf dem Bild kann man hoffentlich gut erkennen wie das ganze gemeint ist, ansonsten verweise ich gerne noch einmal auf das Original auf dieser Webseite hier. Die Leute dort können wenigstens ordentlich schreiben :).

Zack, Bodenplatte für das Holzgartenhaus fertig. Jaja, wenn es denn mal so einfach wird. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Aufstellung Material für die Bodenplatte und das Punktfundament:

MaterialAnzahlKosten
1. Rasen 🙂 – grün10,- €
2. KG-Rohr 200 x 1.000 mm9104,- €
3. Pfostenanker9108,- €
4. Leimholzbalken – 3.370 x 120 x 80 mm 390,- €
5. OSB-Platten für Feuchträume – 2.050 x 625 x 18 mm12?,?? €
6. XPS Hartschaumplatten 1.250 mm x 600 mm x 80 mm16?,?? €
7. Dampfsperre?,?? €
8. Dielenbretter?,?? €
9. Beton2070,- €

Die Preise werde ich nachreichen sobald alles zusammen gekauft wurde. Eins steht aber schon fest, billig wird das nicht :/.



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